Das Leben ist schön

Es ist Freitagmorgen, 9.30 Uhr und ich beginne meine Gassi-Runde bei strahlendem Sonnenschein.

Erstes zartes Grün wird im Wald sichtbar, die Vögel geben ein himmlisches Konzert und ich nehme den nahenden Frühling in vollen Zügen auf.

Die Hunde sind ausgelassen und toben, wie schon lange nicht mehr. Energiegeladen stürzen sie sich in den Bach, um im nächsten Moment ein Wettrennen zu veranstalten. Lebenslust pur mit Bocksprüngen, kleinen Kabbeleien, wälzen im Dreck, schütteln und ab und zu verharren, wenn es raschelt im Gehölz.

Das sind wunderbare Momente und ich bereue wirklich nicht, dass ich dem sicheren Angestelltendasein den Rücken gekehrt habe. Jetzt genieße ich meine Freiheit in vollen Zügen und koste meine Zeit aus. Die stickigen Büros gehören der Vergangenheit an und ich atme frische, klare Luft. Herrliche Ausblicke in der Natur, wärmende Sonnenstrahlen und meine Hunde bieten mir tiefe und dankbare Gefühle. Nun weiß ich endlich die Bedeutung des Wortes „Demut“ zu schätzen.

Ich glaube, dass ich der glücklichste Mensch auf Erden bin. Ich habe alles, was ich brauche. Ich liebe meine Arbeit und genieße meine Freizeit. Kann es etwas Schöneres geben?

Ich singe leise ein Lied und gehe leichtfüßig weiter. Immer weiter meinen Weg. Ob ich je ankommen werde? Das ist unbedeutend, denn ich habe mich aufgemacht und erfreue mich daran.

Ein Spruch von Oscar Wilde fällt mir ein: „Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur“.

Ja, genauso ging es mir auch. Ich hetzte von einem Termin zum nächsten und wurde gelebt. Ich freute mich stets auf`s Wochenende oder auf den bevorstehenden Urlaub. Schrecklich, denn die freien Tage waren immer schnell vorbei. Nun ist es mir einerlei, ob Wochentag, Wochenende oder Feiertag ist. Ich teile mir meine Zeit selbst ein und habe Spaß an meiner Arbeit.

Ich wünsche mir, dass die Menschen endlich aufwachen und sich nicht mehr wie Sklaven behandeln lassen. Viele sind fremdgesteuert und machen, was ihnen diktiert wird.

 

Ich bin jetzt bestimmt nicht faul – ganz im Gegenteil. Ich arbeite sehr hart. Jedoch bin ich dabei stets in der Selbstbestimmung. Das ist ein großer Unterschied.

Das Leben ist schön

Das Leben ist schön! Und es ist zu kurz, um sich in Sorgen und Nöten zu verlieren.

Herzliche Grüße und viel Glück auf allen Wegen!

Marion Lindhof