Da beißt die Maus keinen Faden ab

Diesen Spruch kenne viagea generika bestellen ich nur zu gut schon aus meiner Kindheit. Es war wohl unumstößlich, dass etwas mal wieder nicht so war, wie ich es angenommen hatte.

Wo liegt eigentlich der Ursprung dieses Satzes? Ich habe mich im Internet schlau gemacht und ein paar Theorien gefunden. Die Bedeutung des Spruches liegt darin, dass etwas unabänderlich ist - eine gegebene Tatsache, die wir so hinnehmen müssen. 

Die wahrscheinlichste Deutung der Redensart geht wohl zurück auf die Fabel "Der Löwe und das Mäuschen", in der eine Maus das Netz eines gefangenen großen Löwen durchbeißt und ihn damit befreit. Eine zweite Erklärung geht auf das Handwerk eines Schneiders zurück, der mit dem Ausspruch "Da beißt die Maus keinen Faden ab" die Qualität seiner Arbeit anpries.

Eine alte Bauart von Mausefallen besagt, dass der kleine Nager zunächst einen dünnen Strick durchbeißen muss, bevor er schließlich an den Köder kommt und seinem Schicksal erliegt.

Zu guter Letzt könnte der Spruch auf die heilige Gertrud von Nivelles zurückzuführen sein. Sie wurde beim Spinnen ständig von einer Maus gestört, die ihr den Faden abbiss. Das kleine süße Tierchen wollte sie damit daran erinnern, dass sie die Spindel hinlegen und stattdessen bei der Ernte helfen sollte. Die Maus biss also demjenigen keinen Faden ab, der artig seinen Job erledigt und z.B. bei der Ernte half. 

Oft war ich als Kind bockig, hatte meine eigene Sicht der Dinge und wehrte mich gegen die Dogmen der Erwachsenen. Mit der Zeit schluckte ich jedoch und übernahm diese Erkenntnisse unbewusst als die Meinen. Ich hatte gelernt, dass mir Anpassung jede Menge Ärger erspart. Es gab so keine Diskussionen und niemand nörgelte an mir herum. Jedoch verlor ich mich dabei immer mehr selbst. Ich versuchte es allen Recht zu machen - ein ewiger Kampf um Anerkennung. Oft entschuldigte ich mich für Dinge, obwohl ich genau wusste, dass es tief in mir gar keinen Grund dafür gab. 

Einer dieser Glaubenssätze ist: "Durch Fleiß kein Preis". Und so war ich fleißig. Ich arbeitete und vergaß die Pausen. Ich übernahm die Aufgaben anderer und während die dann Zeit für sich hatten und sich erholen konnten, fiel ich todmüde abends ins Bett. 

Ein anderer Spruch lautet: "Morgenstund hat Gold im Mund". Dieser Satz hat sich so sehr eingeprägt, dass ich heute immer noch mit den Hühnern aufstehe und auch meistens gleich anfange zu werkeln. Das schlechte Gewissen treibt mich unbewusst an. Obwohl ich nun weiß, dass der Spruch auch erweiterbar ist, mit: "...und wer länger schläft, bleibt auch gesund". 

Morgenstund hat Gold im Mund

Was mögen wohl die Nachbarn sagen, wenn der Rasen nicht gemäht ist und das Unkraut wuchert? Wie ist wohl ihre Meinung dazu, wenn meine Fenster schmutzig sind und der Schnee in meiner Einfahrt nicht entfernt wird? In meinem Zeugnis könnte stehen: "Sie war stets sehr bemüht". Ich habe mich verbogen und krumm gemacht. Doch für wen? Für mich selbst bestimmt nicht. Gelernt hatte ich, dass ich funktionieren muss und immer der Herde oder der großen Masse hinterher sollte. Bloß nicht auffallen oder ausscheren. 

Heute weiß ich, zum Glück, dass es nicht wichtig ist, was die Leute sagen. Ich habe begriffen, dass sie immer reden, egal was ich tue. Kaufe ich mir zum Beispiel ein großes Auto, wird gesagt, dass ich es wohl nötig habe, so zu protzen. Kaufe ich mir ein kleines Auto, wird vermutet, dass ich wohl kurz vor dem Bankrott stehe. Es ist egal, was ich mache, ich kann es nie allen recht machen.

Also habe ich irgendwann beschlossen, dass ich nur noch auf mich selbst höre und ich nur glücklich sein kann, wenn ich es mir selbst recht mache. Das war und ist manchmal immer noch nicht leicht für mich. Doch Übung macht den Meister. Seitdem kann ich endlich ich selbst sein. "Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert". 

Es macht Spaß, das zu tun, was sonst niemand tut und es tut mir gut. Endlich bin ich frei. Ob der Rasen lang oder kurz ist, ich mich schminke oder nicht oder ob ich sogar mit einem Klecks auf dem T-Shirt einkaufen gehe. Jeder lebt nach seiner Façon. 

Zum Schluss fällt mir noch ein schöner Spruch ein, den Sie bestimmt auch kennen: "Sich an die eigene Nase fassen!"

 

Marion Lindhof